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 Suddenly In Love

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PostSubject: Suddenly In Love   August 11th 2009, 20:42

Eine FanFiktion über

Charaktere: Jared und Jensen
Genre: Romanze

Kapitel 1: Perfekt?

Ich zog die schneeweiße Haustür hinter mir zu. Die Sonne war erst vor wenigen Stunden aufgegangen, aber trotzdem schien sie schon so stark, dass ich mein kurzes graues Kleid von Gucci angezogen hatte.
Fröhlich schlenderte ich die Crumpsall Street entlang. Seit ungefähr einem Jahr lebte ich ein perfektes Leben. Ich hatte den perfekten Job, ein schönes kleines Apartment und wohnte in der Modemetropole schlechthin: London. Zwar hatte ich keinen Freund, aber das störte mich eher weniger, schließlich hatte ich wegen der Arbeit gar keine Zeit für einen Freund. Ich arbeitete nämlich bei 'Modeart', dem meistgelesenen Modemagazin in England. Ich musste für jede wöchentliche Ausgabe einen Artikel über die Outfits eines bestimmten Star schreiben. Letzte Woche hatte ich einen Artikel über Angelina Jolies Schwangerschaftsmode verfasst und gute Kritik von meinem Chef Julius Nekrar bekommen.Julius war mit seinen 25 Jahren wohl der jüngste Chef eines Modemagazins in England und bekam somit viel Respekt von seinen Angestellten. Aber nicht nur wegen seinem Alter bewunderten ihn alle, er besaß den richtigen Ehrgeiz, wusste immer, was zu tun war und traf die richtigen Entscheidungen, auch wenn das traurige Gesichter bedeutete. Außerdem schaffte er es, die Arbeit und das Privatleben auseinander zu halten, was mir noch nie gut gelungen ist. Als ich bei 'Modeart' anfing, verknallte ich mich sofort in Julius. Leider machte dieser mir schnell klar, dass er schwul ist. Das hatte mich zwar nicht verletzt, aber ich war Julius aus dem Weg gegangen, weil mir die ganze Situation so peinlich war. Mit der Zeit hatten wir die ganze Sache vergessen und kamen seither gut miteinander klar. Meine beste Freundin Laura arbeitete auf meiner Etage. Allerdings verfasste sie wichtigere Artikel als meine und auch mehr. Aber das änderte nichts an unserer Freundschaft. Sie war der wichtigste Mensch in meinem Leben geworden, so eine Verbindung gab es meiner Meinung nach nur selten.
Nachdem ich mir eine Day Travelcard am Schalter gekauft hatte ging ich auf die Plattform. Der Zug ließ auch nicht lange auf sich warten und so fand ich mich wenig später auf einem Sitz wieder. Die Fahrt verging wie im Flug, obwohl zwischen Abby Wood und London Bridge einige Stationen liegen. Ich machte mich auf den weg zur Underground und grüßte sämtliche Menschen, auch wenn ich sie nicht kannte. Ich war einfach zu gut gelaunt und nichts konnte mir so schnell die Laune verderben. Umso mehr strahlte ich, als ein hübscher Mann Tschüss sagte, als ich an meiner Station ausstieg. Zu dem großen Gebäude von 'Modeart' waren es nur noch ein paar Schritte und ich fühlte mich wichtig, als ich es betrat. Ich nahm den Fahrstuhl in den 10. Stock. Als ich gerade in mein Büro gehen wollte, kam Dave Gold, ein kleiner aber schlanker älterer Mann, angerannt.
„Joanna! Julius möchte, dass du in sein Büro kommst. Sofort!“ Dann war er auch schon wieder verschwunden.
Ich legte meine Tasche, die passend zum Kleid ebenfalls von Gucci war und in einem dunklen Lila getaucht eine große Schleife auf der Seite trug, auf den großen Glasschreibtisch, der fast den ganzen Raum einnahm. Da die wand nach draußen komplett aus Glas war, wie in fast allen Büroräumen, hatte ich den perfekten Blick auf London und so konnte ich meinen Gedanken immer gut freien Lauf lassen.Dazu hatte ich jetzt leider keine zeit. Letzt Woche war es genauso abgelaufen: Dave hatte mir Bescheid gegeben, dass der Chef mich sprechen wolle und ich hatte die gute kritik zu meinem Angelina Jolie Artikel bekommen. Ich hoffte natürlich, dass ich heute ebenfalls gute Kritik für meinen Audrey Tautou Artikel bekam, eigentlich war ich mir sogar ziemlich sicher. Denn was sonst sollte Julius von mir wollen?
Ich machte mich also auf den weg in den 20. Stock. Julius benutzte die Hälfte der Etage als Büro und die andere als Wohnung. Er sagte, er müsse die Kunst wortwörtlich leben.
Ich betrat sein farbenfrohes und offenes Büro und entdeckte ihn sogleich hinter seinem gewaltigem Schreibtisch sitzen.
Ich begrüßte ihn und setzte mich auf einen der Sessel vor dem Tisch.
„Miss Black, ich muss etwas Wichtiges mit Ihnen besprechen.“
Ich wurde nervös, normalerweise sprachen wir uns immer mit unseren Vornamen an.
„Geht es um den wöchentlichen Artikel?“ , fragte ich vorsichtig.
„Ja, übrigens, ich finde ihren jetzigen über Audrey Tautou's Modestil gut. Sehr interessant geschrieben, so wie jede Woche.“ Er machte eine kurze Pause und schaute mir fest in die Augen. „Wir haben vor einigen Wochen eine Umfrage gestartet.“
Verwirrt und nervös rutschte ich auf dem Sessel hin und her.
„Soll ich diese vielleicht auswerten?“ Jetzt hatte ich gar keine Ahnung mehr, was er von mir wollte.
„Nein, nein. Das habe ich bereits getan. Das Ergebnis fiel überraschend aus, für mich überraschend und für sie sicherlich auch.“ Er faltete seine Hände und legte sie in den Schoß.
„Worum ging es denn in der Umfrage?“ , fragte ich.
„Es ging um die Artikel unseres Magazines, auch um Ihren.“ Noch immer schaute Julius mir fest in die Augen und ich musste schlucken.
Bevor ich etwas erwidern konnte, ergriff er wieder das Wort.
„70 % der Leser halten ihren Beitrag zum Magazin, nun ja, wie soll ich sagen, überflüssig.“ Zum ersten mal schaute er weg und das war auch besser so. Ich konnte einfach nicht fassen, was er da gerade gesagt hatte... überflüssig?
Aber was hieß das für mich? Bestimmt hab Julius mir eine neue Stelle, dessen war ich mir sicher, doch als was? Als Putzfrau vielleicht? Alle Jobs waren vergeben, es gab keinen freien Platz mehr für mich und plötzlich war ich mir nicht mehr so sicher.
„Sie wissen, was das bedeutet?“ , fragte Julius leise. „ich tue das wirklich nur ungern, weil ich sie mag und sie eine gute Journalistin sind, aber sie müssen ihre sachen packen und spätestens bis 12 Uhr das Gebäude verlassen haben.“
Ungläubig starrte ich ihn an.
„Das können sie doch nicht machen. Wo soll ich denn hin?“ ich sprang auf und haute mit einer Hand auf den Tisch. „Sie wollen mich nach einem Jahr einfach so auf die Straße setzten, obwohl sie mich gut finden?!“ , schrie ich schon fast. Julius stand ebenfals auf und ging um den Tisch herum auf mich zu.
„Joanna, sie werden sicher schnell eine neue Stelle finden, aber es geht nun mal nicht anders. Das Unternehmen muss Geld sparen und ihre Stelle fiel dann als erste weg.“ , sagte er ruhig.
Er hielt plötzlich einen zettel in der hand, den ich vorher nicht wahrgenommen hatte: Meine Kündigungspapiere.
Ich nahm sie ihm aus der Hand, legte sie auf den Tisch und unterschrieb sie. Dann drückte ich sie ihm in die Hand.
„Ich komme auch bestens ohne sie klar.!“ , sagte ich trotzig und ging hocherhobenen Hauptes zum Fahrstuhl. Ich würdigte ihn nicht eines Blickes und schon nach wenigen Sekunden war ich in der 10 Etage angekommen.
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PostSubject: Re: Suddenly In Love   August 11th 2009, 20:44

Kapitel 2: Regenstadt

Ich dachte an nichts, als ich meine persönlichen Gegenstände in einen Karton packte. Als ich fertig war, was nicht lange dauerte, weil ich bloß ein paar Bilderrahmen, Rätselhefte, Magazine und Promifotos einpacken musste, stellte ich mich ans Fenster und guckte nach draußen. Noch heute morgen war meine Welt völlig in Ordnung gewesen und dieser kleine Augenblick hatte alles zerstört. Ich wollte mir nicht einmal Gedanken darüber machen, was jetzt passieren sollte. Tausende Menschen da draußen in London lebten in diesem Moment ein glückliches Leben. Sie hatten einen Job, eine hübsche Wohnung und einen Lebenspartner, dem sie ihr Leben anvertrauen konnten. Wieso konnte ich nicht auch ein wenig Glück davon abhaben, oder wenigstens mein Leben so unbeschwert weiterleben, wie es bisher gewesen war?
Plötzlich spürte ich, wie jemand mich von hinten umarmte.
„Es tut mir so Leid. Ich will nicht, dass du gehst. Ohne dich wird alles hier nur halb so viel Spaß machen.“ Die Stimme gehörte Laura.
„Es braucht dir nicht Leid tun. Du kannst ja nichts dafür. Und ich werde die Arbeit mit dir auch vermissen, aber das heißt ja nicht, dass wir uns nie wieder sehen. Wir können auch weiterhin Zeit miteinander verbringen.“
„Natürlich werden wir das. Wie könnte ich es nur ohne dich aushalten.“ , sagte sie, ließ mich los und ich drehte mich zu ihr um.
„Laura, ...ich hab keine Ahnung, was ich jetzt tun soll. Ich habe mich noch nie im Leben so verloren gefühlt wie jetzt.“ , gab ich zu. Ich konnte ihr immer und offen erzählen, wie es mir ging. Sie würde es immer verstehen.
„Hey, ich weiß doch, aber das wird vorbei gehen. Du musst das jetzt erst einmal sacken lassen und dann kannst du wieder klar denken und wirst wissen, was zu tun ist. Das tust du doch immer. Du wirst doch jetzt nicht den Kopf einziehen und dich in einer Ecke verkriechen.“ , sagte sie ruhig und fest.
„Vielleicht hast du Recht.“
„Auf jeden Fall habe ich Recht. Ich kenne dich. Du bist so selbstbewusst, dass die so ein kleiner Schlag nichts ausmacht. Du bist schneller wieder auf den Beinen, als irgendjemand gucken kann.“
Ich warf einen Blick auf meine Uhr. Es war kurz vor 9 Uhr.
„Ich muss jetzt los. Julius hat gesagt, dass ich vor 9 Uhr raus sein muss.“ Das war zwar nicht ganz die Wahrheit, aber ich heilt es einfach nicht länger in diesem Gebäude aus.
„Du weißt, dass du mich jederzeit anrufen kannst, ja?“ Laura blickte mich besorgt an. Ich nickte und Tränen stiegen mir in die Augen. Das war einfach zu viel für mich. Ich fühlte mich, als wäre gerade eine geliebte Person gestorben. Laura nahm mich in den Arm. Nach einer gefühlten Ewigkeit ließ sie mich wieder los und ich ging. Den ganzen Weg über nach draußen hatte ich nur eine Frage im Kopf: Warum ich?
Langsam lief ich auf dem Bürgersteig zwischen den Menschenmassen hindurch. Oft wurde ich angerempelt, aber ich merkte es nicht. Ich hatte meinen Blick auf den leeren Hyde Park gerichtet. Erst jetzt merkte ich, dass sich der Himmel verdunkelt hatte. Passend zu meiner Stimmung, dachte ich, was für eine Ironie!
Ich ließ mich in das weiche Gras fallen und der Schatten eines Baumes hüllte mich ein.
Ich starrte eine ganze Weile einfach nur in den Himmel, bis ich plötzlich spürte, wie etwas auf meine Stirn tropfte, dann auf meinen Arm. Ich stand schnell auf und merkte, dass es anfing zu regnen. Ich ging zu einer Stelle ohne Bäume und ließ den Regen mich nass machen.
Auf einmal hört der Regen auf.
„Kann ich ihnen vielleicht einen Regenschirm anbieten?“
Ich schaute auf, in ein Paar grüne Augen. Sie gehörten einem jungen, gut gebauten und gebräunten Mann, dessen Mund zu einem Lächeln verzogen war.
„Vielen dank, aber ich bin eh schon nass.“ , erwiderte ich freundlich und wandte mich zum Gehen.
Der Mann hielt mich an der Hand fest und ich schaute ihn verwundert an. Was bildete er sich eigentlich ein? Ich entzog ihm meine Hand, aber er nahm sie wieder, diesmal etwas fester.
„Warten sie.“ , fing er an.
„Wie könnte ich denn weggehen, sie halten mich fest.“ Ich blickte auf unsere Hände und fröstelte, weil seine so warm war. Mein Herz klopfte schneller.
„Ich bin eigentlich hergekommen, weil sie, wenn ich das so sagen darf, ein wenig verloren aussahen und ich ihnen helfen wollte.“ , sagte er.
„Das ist die schlechteste Anmache, die ich jemals gehört habe.“ Ich blickte ihm in die Augen, und hoffte, irgendetwas darin finden zu können.
Er sah nicht gerade verwundert aus, dass ich so etwas sagte. Anscheinend hatte er schon öfter Abfuhren bekommen.
„Das sollte auch keine Anmache sein.“ Er seufzte. „Man klingt das bescheuert.“ Er kratzte sich ein wenig verloren am Kopf. „Wie wärs, wenn ich sie zu einem Kaffee einlade?“ , fragte er vorsichtig.
„Meinetwegen.“ Ich hätte sowieso nicht gewusste, was ich jetzt hätte tun sollen und ein heißer Kaffee kam da wie gerufen.
Wir gingen zum nächsten Starbucks durch ein Menge von Regenschirmen. Im Stillen war ich froh, dass dieser gut aussehende Mann mich angesprochen hatte und ich mich jetzt im Trockenen hinsetzten konnte, aber das hätte ich niemals zugegeben.
Er bestellt zwei Kaffee und wir setzten uns an einen Tisch ganz im hinteren Teil des Raumes.
Plötzlich merkte ich, dass ich seinen Namen gar nicht kannte.
„Wie heißt du eigentlich?“ , fragte ich. Zu Spät fiel mir auf, dass ich hin geduzt hatte.
„Jared und du ?“ , antwortete er. Anscheinend dachte er, ich hatte ihn absichtlich geduzt.
Ich lächelte in mich hinein und sagte: „Joanna Black.“
„Was machst du in London, Joanna?“ Er sprach meinen Namen langsam aus. Ich überging diese Anspielung.
„Ich arbeite hier, naja, ich habe hier gearbeitet.“ Traurig ließ ich meinen Blick durch den Raum schweifen.
„Wieso jetzt nicht mehr?“
Ich schaute ihn wieder an. „Mir wurde heute morgen gekündigt.“
Verwundert riss er sie Augen auf, aber bevor er etwas sagen konnte, stellte eine Kellnerin zwei Tassen vor uns auf den Tisch. „Ihr Kaffee.“ Sie lächelte Jared verführerisch an, aber er sagt nur höflich danke und legte ein kleines Lächeln auf.
Als die Kellnerin verschwunden war, guckte Jared mich an.
„Deswegen warst du so niedergeschlagen.“ , stellte er fest. „Wo hast du denn gearbeitet?“
„Bei 'Modeart', einem Magazin über Mode, wieder Name schon sagt.“ , antwortete ich und nahm einen Schluck von meinem heißen Kaffee. Ich verbrühte mir daran die Zunge.
„Was hast du dort gemacht? Warst du Journalistin?“
Ich fragte mich, warum er so interessiert in mein Berufsleben war, oder war das bloß Fassade?
„Ja, ich habe für jede wöchentliche Ausgabe einen Artikel über den Modestil eines Prominenten verfasst.“ Ich sah in dem Kaffee mein Spiegelbild. Ich wunderte mich, dass mich der Regen nicht ganz entstellt hatte, aber meine Haare waren ein wenig durcheinander.
„Und über mich hast du noch nicht geschrieben?“ , fragte Jared verwundert.
Ich lachte laut los. Was bildete er sich eigentlich ein?
„Soll das ein Witz sein?“
„Eigentlich nicht.“ , sagte er ernst.
Schlagartig hörte ich auf zu lachen. Er meinte es wirklich ernst. War ich denn jetzt total durchgeknallt? Ich stand schnell auf, murmelte ein kurzes Entschuldigung und flüchtete aus dem laden. Als ich draußen war, rannte ich schnell im Regen die Straße hinunter. Am besten sollte ich woanders hinziehen, damit ich Jared nie wiedersehen musste, Ich rannte durch den Hyde Park und erst als ich am Ende angekommen war, blieb ich stehen. Ich lehnte mich an einen Baum und holte tief Luft.
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PostSubject: Re: Suddenly In Love   August 11th 2009, 20:45

Kapitel 3: Musik

„Du kannst ganz schön schnell laufen.“ Erschrocken drehte ich mich um. Es stand doch tatsächlich Jared vor mir.
„Was...wieso?“ , brachte ich nur heraus.
„Du brauchst doch nicht gleich weglaufen, nur weil dir etwas peinlich ist. Es war sowieso ein dummer Kommentar von mir. Tut mir Leid.“
„Du entschuldigst dich?“ Ich hab darüber gelacht, dass du irgendein Prominenter bist. Ich glaube, es ist besser, wenn du jetzt einfach gehst und wir das Ganze vergessen.“ , regte ich mich auf.
„Ich fände es besser, wenn ich nicht gehe, und wir das Ganze trotzdem vergessen. Am besten erzähle ich dir dann auch gleich, wer ich bin, da ich jetzt auch weiß, wer du bist.“ , sagte er gerade heraus.
Verblüfft guckte ich ihn an. Ich musste ziemlich nach oben gucken, da er so groß war. Ich schätze ihn auf 1,88 m und ich war gerade mal 1,63 m groß.
Er wartete gar keine Antwort ab und redete einfach weiter. „Mein Name ist Jared Padalecki und ich bin ein amerikanischer Schauspieler. Ich habe gerade meinen Film 'Warwick Avenue' abgedreht und wollte nun einen freien Tag hier verbringen.“
„Und ich dachte schon, ich wäre komisch.“ , murmelte ich.
„Was hast du gesagt?“ , fragte Jared.
„Ach, nichts.“ Ich machte eine abwesende Geste mit der Hand. Inzwischen waren wir beide klitschnass und ich fühlte mich ein wenig unwohl in meinem Kleid.
„Aha. Ich hab schon verstanden.“ Er grinste mich an.
So langsam wurde ich wirklich das Gefühl nicht los, dass das alles nur ein Traum war. Gleich würde ich aufwachen und Jared war verschwunden.
Er vergrub seine Hände in seinen Hosentaschen.
„Wollen wir nicht irgendwo hingehen, wo es etwas trockener ist?“ Er guckte mich fragen an.
„Ja, dass ist glaube ich besser.“ Ich betrachtete ihn von oben bis unten und konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Er war wirklich sexy.
Plötzlich nahm Jared meine Hand und zog mich hinter sich her. Wenn das wirklich ein Traum war, sollte er am besten nicht jetzt enden.
„Warte Jared!“ , rief ich und er stoppte. Verwirrt guckte er mich an. Ich deutete auf meine Schuhe: High Heels. „Ich möchte vorher gerne meine Schuhe ausziehen.“ Ein Wunder, dass ich sie beim Rennen überhaupt nicht gespürt hatte. Jedenfalls merkte ich jetzt, dass sie da waren und das war kein tolles Gefühl. Ich zog sie schnell aus und spürte die angenehme Nässe des rasend unter meinen Füßen.
Jared zog mich wieder weiter und schnell lief ich neben ihn. Ich hatte keine Ahnung, wo wir hingingen, aber es war mir auch egal. Ich war noch nie in meinem ganzen Leben spontan gewesen und diese plötzliche Freiheit fühlte sich gut an. So gut, dass es schon fast wieder schmerzte.
Ich schloss die Augen und ließ mich von ihm führen. Eine Stimme durchschnitt die Stille. „Vielleicht solltest du besser die Augen aufmachen, sonst läufst du noch irgendwo gegen.“ Jared lachte.
„ich lauf auch mit offenen Augen überall gegen.“ , erwiderte ich. Zur Demonstration riss ich meine Augen auf und rempelte ihn ein wenig an.
„Oh, entschuldige. Ich habe dich nicht gesehen, obwohl ich meine Augen offen hatte, Tut mir wirklich sehr Leid.“ , sagte ich gespielt und lachte. Er stimmte in mein lachen ein. Wir alberten noch ein wenig herum, bis wir plötzlich vor dem Hotel Park Lane standen.
„ich möchte mir nur gerne was anderes anziehen.“
„Hier wohnst du?“ Ich zog eine Augenbraue hoch.
Er lächelte. „Nur für heute Nacht.“
Schon wieder so eine Andeutung.
Wir gingen in das große Gebäude und fuhren mit dem Fahrstuhl in den 12ten Stock.
„Weißt du, was ich jetzt vermisse?“ , fragte ich ihn.
„Nein, was denn?“ Er hielt meine Hand immer noch fest.
„Die Fahrstuhlmusik natürlich.“
Belustigt trat er vor mir. „Ich kann auch gut singen. Warte, ich singe für dich, damit's nicht so langweilig ist.“
Er fing an, eine Melodie zu summen und ich registrierte, dass sie von Hello von Lionel Richie stammte. Und dann fing er an zu singen und schwang dabei der Regenschirm hin und her.
„Hello, is it me you're lookinh for? I can see it in your eyes, I can see it in your smile. You're all I've ever wanted. And my arms are opened wide. 'Cause you know just what to say, and you know just what to do and I want to tell you so much...“
Plötzlich ging die Tür auf und ich sah, wie hinter Jared ein ältere Herr mit einer Dame stand. Jared setzte gerade zum letzten Satz an. Schnell stellte ich mich auf die Zehnspitzen und zog seinen Kopf zu einem Kuss herunter. Seine Lippen waren unglaublich weich und ich ich wollte gar nicht mehr aufhören ihn zu küssen. Als wir uns voneinander lösten, guckte er mich verwirrt an. Ich nahm ihn wieder an die Hand und zog ihn aus dem Fahrstuhl an dem ebenfalls verdutzten Paar vorbei.
„Komm jetzt Schatz, sonst kommen wir noch zu spät.“
Als wir um die Ecke waren, blieb Jared stehen.
„Was sollte das denn?“ Er hörte sich ein wenig sauer an.
„Ich habe dich gerade davor bewart, dass du dich vor allen Leuten peinlich machst.! Ich versuchte zu lächeln, ließ es aber gleich wieder sein.
„Wie wärs, wenn wir das auch einfach vergessen?“ , versuchte ich es erneut.
Er nickte. „Aber wehe du überrumpelst mich noch mal so. Übrigens, du kannst richtig gut küssen.“ Er grinste breit und ging dann weiter den Gang entlang. Jetzt war ich total verwirrt. Dieser Mann brachte mich total durcheinander. Wahrscheinlich machte er es auch noch absichtlich.
Ich folgte ihm zu Zimmer Nr. 256. Er schloss auf und verschwand darin. Ich stand immer noch auf dem Flur und wusste nicht so Recht, was ich jetzt tun sollte. Da steckte Jared den Kopf aus der Tür. „Was ist, kommst du?“
Ich betrat das Zimmer und zog die Tür hinter mir zu. Der Raum war groß und den meisten Platz füllte ein Bett aus, das am rechten Ende stand. Dahinter befand sich ein großes Fenster, aus dem man einen wunderbaren Blick auf den Green Park hatte und an der linken Wand befand sich eine weitere Tür. Genau aus dieser kam nun Jared, Er hielt mir ein paar Klamotten hin.
Ich nahm sie verwirrt entgegen und schaute ihn fragend an.
„Du willst doch nicht etwa die ganze Zeit in deinem nassen Kleid rumlaufen, oder? Auch wenn die Sachen zu groß sind, besser als wenn du dich erkältest. Du kannst dich im Badezimmer umziehen.“ Er zeigte auf den Raum, aus dem er gerade gekommen war.
Ich ging hinein, schaute aber nochmal zurück. Jared zog sich gerade sein Tshirt aus. Schnell schlug ich die Tür zu und lehnte mich dagegen. Mein Herz klopfte wieder wie wild. Jared war wirklich sehr gut gebaut.
Ich legte meine Schuhe auf einen kleinen Badezimmerschrank und schaute mir die Sachen an, die er mir gegeben hatte. Ein viel zu großes Hemd, ein kurze Hose und eine Boxershorts. Ich ließ meine Unterwäsche an und schlüpfte in die Hose und das Hemd. Zum Glück war an der Hose ein Gürtel, sonst wäre sie mir sicher herunter gerutscht. Ich krempelte die Hosenbeine noch ein wenig um, damit es nicht zu komisch aus und kämte mit seiner Bürste meine braunen langen Haare und band sie mir hoch. Jetzt sah ich wieder einigermaßen annehmbar aus.
Ich verließ den Raum und zu spät fiel mir ein, dass Jared sich ja umzog, aber dann sah ich, dass er schon fertig war und in einer Schublade des großen Schrankes, der gegenüber vom Bett links neben der Tür stand, wühlte.
Er zog eine Plastiktüte heraus und reichte sie mir. Ein Grinsen stahl sich auf seine Lippen, als er mich in seinen Klamotten sah.
„Also bei mir reicht die Hose gerade mal über die Knie.“
Ich sah an mir herunter. Bei mir war die kurze Hose halt keine kurze Hose mehr.
„Ich kann doch auch nichts dafür, dass ich so klein bin.“ , sagte ich beleidigt und steckte mein Kleid in die Plastiktüte.
„Vielleicht sollten wir einkaufen gehen.“ , schlug Jared vor.
„Quatsch, dann könnte ich genauso gut nach Hause fahren.“
„Wo wohnst du eigentlich?“ , fragte er neugierig.
„Als ob ich dir das erzählen würde, du könntest ja in echt ein fieser Stalker sein, der mich umbringen will.“ Ich tippte mir mit dem Finger an die Stirn.
„Hey, du trägst meine Sachen, da hab ich doch wohl das Recht darauf, etwas von dir zu erfahren.“ Er trat einen Schritt näher und legte seinen Hundeblick auf. „Seh' ich denn aus wie ein Mörder?“
Ich musste lachen. „Wer weiß.“
„Was? Seh' ich so lustig aus?“ Er trat noch einen Schritt näher, so dass sich unsere Gesichter fast berührten.
„Nicht lustig, eher süß.“ , hauchte ich und erschrak auch so gleich über meine Worte. So offen sprach ich sonst nicht.
Jared kam noch näher und unsere Nasenspitzen berührten sich. Ich schloss die Augen, aber kurz bevor ich seine Lippen auf meinen spürte, klopfte es an der Tür.
„Zimmerservice.“ , rief eine hohe Stimme von draußen.
Jared seufzte und machte die Tür auf. Dort stand eine kleine Frau mit pechschwarzen Haaren, die sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte. Sie starrte erst mich mit ihren dunklen etwas hervorstehenden Augen an, dann Jared. Sah ich so schlimm aus? Schnell warf ich einen Blick in den Spiegel neben der Tür. Ich fand mich ganz in Ordnung, was starrte sie dann so?
„Wir wollten sowieso gerade gehen, also lassen sie sich nicht stören.“ , sagte Jared höflich zu der kleinen Frau und schlüpfte an ihr vorbei aus dem Zimmer. Ich lief ihm hinterher.
„Wo gehen wir jetzt hin?“ , fragte ich ihn, während wir zum Fahrstuhl gingen.
„Wo möchtest du denn hin?“ Er sah mich von der Seite an und ich überlegte kurz.
„Gegenfrage: Wo willst du hin? Schließlich wohne ich hier und kenne schon alles.“
„Hm, okay.“ Die Türen des Fahrstuhls öffneten sich und wir gingen hinein. Jared drückte der Knopf zum Erdgeschoss. „Was kannst du mir empfehlen?“
„Da gibt es viel, zum Beispiel den Buckingham Palace, die Trafalgar Square, das National History und das Science Museum oder auch die National Gallery. Dann wäre da noch Harrods und Piccadilly Circus. Also, was spricht dich davon am meisten an?“ ich musste lachen, als er verwundert die Augen aufriss.
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PostSubject: Re: Suddenly In Love   August 11th 2009, 20:45

Kapitel 4: Autogrammstunde

Es gab ein kleines 'Pling' und die Tür öffnete sich wieder. Ich betrat den nackten Steinboden und bemerkte erst jetzt, dass ich keine Schuhe anhatte.
„Ich würde vorschlagen, wir gehen jetzt erstmal in einen Schuhladen, damit ich nicht barfuß durch die halbe Stadt laufen muss.“ Ich zeigte auf meine nackten Füße. „Währenddessen kannst du dir ja überlegen, wo du hinmöchtest.“
„ich könnte dich auch tragen“ , sagte Jared und machte Anstalten, mich hochzuheben. Schnell befreite ich mich und lief zum Ausgang. Er kam mir hinterher getrottet. Zum Glück regnete es nicht mehr, aber der Himmel sah immer noch schwarz aus. Ich hatte gar nicht vor, in ein Schuhgeschäft zu gehen. Ich verschwand im ersten Touristenladen und kam mit Flip-Flops wieder heraus.
„Tolles Schuhgeschäft.“ , kommentierte Jared den Laden und ich lächelte ihn an.
„das ging halt schneller, oder willst du, dass ich mir 10 Paar Schuhe kaufe?“
Er schüttelte den Kopf. „Nein, aber ich weiß jetzt, wo wir hingehen.“
„Wohin?“
„Ins Science Museum.“ , sagte er.
„Ist das dein Ernst?“ , fragte ich verblüfft. Damit hatte ich nicht gerechnet.
„Natürlich. Wir müssen ja nicht den ganzen Tag da drin bleiben, aber das würde mich schon interessieren. Wenn du nicht willst, können wir auch was anderes machen.“
„Nein, das ist okay. Ich würde vorschlagen, dass wir dann mit der Undergroundbahn fahren. Da vorne ist auch gleich die Hyde Park Corner – Station.“
Jared und ich machten uns auf den weg zur Station und ich kaufte ihm eine Day Travelcard an der Information. Wir fuhren mit der Piccadilly Line bis South Kensington und gingen von dort zum Science Museum. Es war kein langer Weg, da das Museum direkt neben der Station liegt.
Wir betraten das große Gebäude und als erstes wurden unsere Taschen durchsucht. Jared hatte sich einen Rucksack mitgenommen.
Wir liefen in die erste Halle und sahen ein Schild, auf dem etwas von einem 3D-Kino stand. Jared zeigte darauf.
„Warst du da schon mal drin?“ , fragte er mich.
„Nein, bis jetzt noch nicht.“
„Hast du Lust, jetzt reinzugehen?“
„ich dachte, du wolltest dir das hier alles angucken.“ , antwortete ich.
„Das können wir ja danach machen, aber man geht ja nicht jeden Tag in ein 3D-Kino, oder?“
„Ja, du hast Recht. Ich glaube, da hinten kann man die Tickets kaufen.“
Als Jared die Tickets kaufte, erklärte der Mann an der Kasse uns, dass wir zum Kino einfach zum Ende des Museum gehen mussten.
Da die Vorstellung erst um 14:20 Uhr anfing, man 15 Minuten vorher da sein musste, es aber gerade mal 12 Uhr war, vertrieben wir uns die Zeit damit, das Museum anzugucken.
Um 14 Uhr liefen wir zum ende des Gebäudes und entdeckten ein kleine Schlange neben einer Rolltreppe. Wir stellten uns an und nach und nach wuchs die Schlange hinter uns immer weiter. Um 10 nach 2 wurden wir dann endlich reingelassen. Wir fuhren mit der Rolltreppe nach oben und mussten noch endlose Treppen hinaufsteigen, bis wir den Kinosaal erreichten. Dieses mal hielt Jared nicht meine Hand.
Wir nahmen die 3D Brillen entgegen, die zwei Mitarbeiter verteilten und setzten uns schnell in die letzte Reihe in die die Mitte, damit wir besser sehen konnten und damit die Leute nicht von Jared's Größe gestört wurden. Als die Werbung anfing legte Jared seinen Arm um mich. Ich konnte nicht anders, als mich an ihn zu kuscheln.
„Bin ich so weich?“ , fragte er mit einem Seitenblick auf mich.
„Weich und kuschelig, wie ein riesengroßer Teddybär.“ , lachte ich. Jetzt war es ja sowieso egal, was ich sagte. Peinlich gemacht hatte ich mich ja schon.
Ich konnte mich die ganze zeit gar nicht auf den Film konzentrieren. Stattdessen zeichnete ich die Linien in Jareds Hand nach. Anscheinend machte ihn das nervös, weshalb ich es noch umso einfühlsamer machte.
„Macht dir das Spaß?“ , fragte er so leise er konnte.
„Vielleicht.“ Ich lächelte verschmitzt, hörte aber auf und hielt nur noch seine Hand. Ich kannte ihn noch nicht mal einen ganzen Tag, aber ich fühlte mich trotzdem richtig geborgen bei ihm und irgendwie vertraute ich ihm auch.
Als der Film zu Ende war, stand ich ein wenig enttäuscht auf. Ich wäre gerne noch länger so neben Jared sitzen geblieben. Wir gingen ganz nach draußen, da wir uns das Museum ja schon angesehen hatten. Dann beschlossen wir, wieder zum Green Park zurück zu fahren und vorher noch in den Hard Rock Store zu gehen. Wir betraten den vollen Laden und wurden sogleich von zwei Mitarbeitern begrüßt. Jared kaufte sich ein Tshirt von Bon Jovi, mit dem Argument, dass er ein Andenken bräuchte. Der kassierer fragte ihn erst einmal aus, woher er denn komme und solche Sachen.
Schnell verließen wir den Laden wieder und gingen in den Green Park, der genau gegenüber vom Hard Rock Café liegt. Dort setzten wir uns auf eine freie Bank, welche man ziemlich selten in London findet.
„Und, wie findest du London?“ , fragte ich ihn.
„Also die Frauen hier sind hübsch.“ Er grinste mich breit an.
„Du kannst auch an nichts anderes denken oder?“ ich boxte ihm in die Seite.
„Doch, an Süßigkeiten.“ Jetzt grinste er noch breiter und seine Augen strahlten. Ich musste über seinen Gesichtsausdruck lachen.
„Deswegen bist du auch so dick.“ . Scherzte ich und klopfte auf seinen harten Bauch.
Er schaute mich erschrocken an. „Also das hätte ich jetzt nicht von dir erwartet. Mich dick zu nennen ist eine Frechheit.“ , sagte er ernst, aber ich wusste, dass er es nicht ernst meinte.
Er stand auf und ging gespielt beleidigt weg. Ich stand auf und versuchte ihn festzuhalten, indem ich ihn von hinten umarmte.
„Tut mir wirklich Leid.“ , sagte ich.
Er blieb stehen, drehte sich um und blickte mir tief in die Augen. „Bist du sicher?“ , fragte er und umarmte mich auch.
„Sehr sicher.“
Er nahm mein Gesicht in beide Hände und zog mich zu sich heran. Gerade als er mich küssen wollte, räusperte sich jemand neben uns. Jared ließ mein Gesicht los und ich sah zwei schlanke, vielleicht gerade 16 oder 17 jährigen, Mädchen vor uns stehen.
„Entschuldige, bist du nicht Jared Padalecki?“ , fragte die Größere der Beiden. Sie hatte platinblonde kurze Haare und war etwas zu doll geschminkt.
„Ja, der bin ich.“ , antwortete Jared.
Das kleinere Mädchen, welches auch blonde, aber lange, Haare hatte, stubste ihre Freundin an und flüsterte: „Hab ichs nicht gesagt?“
Doch die Andere schenkte ihr keine Beachtung und hatte nur Augen für Jared.
„Können wir vielleicht Autogramme haben und Fotos mit dir machen?“ , fragte sie fasziniert.
Jared zog zwei Autogrammkarten aus seinem Rucksack. Ich schaute ihn verwundert an.
„Sowas muss man als Star immer dabei haben.“ Er grinste mich an und unterschrieb die Karten. Dann machte ich noch Fotos von den dreien.
„Können wir noch ein Foto von dir machen?“ , fragte mich plötzlich das Mädchen mit den kurzen Haaren.
„Was? Nein, ich bin doch gar kein Star!“ , erwiderte ich erschrocken.
„ich würde trotzdem gerne ein Foto von dir und Jared haben, wenn das okay ist.“
Ich schaute Jared fragend an und er nickte,
„Meinetwegen.“ , sagte er.
Wir stellten uns nebeneinander und er legte den Arm um mich. Wir lächelten beide in die Kamera und es blizte.
„Danke für die Autogramme und die Bilder.“ , bedankten sich beide freudig und setzten ihren Weg fort.
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PostSubject: Re: Suddenly In Love   August 11th 2009, 20:46

Kapitel 5: Rainy Day

Jared wollte wieder zur Bank, aber sie war schon besetzt, also setzten wir uns auf den Rasen.
„Hm, wo waren wir gerade gewesen?“ er lachte und ich knuffte ihn in die Schulter.
„Jetzt zerstör doch nicht alles.“
„Was soll ich denn zerstören?“ , fragte er verwirrt.
Ich grinste über seine ernst gemeinte Frage.
„Diesen romantischen Moment natürlich.“ Ich legte mich nach hinten und er machte es mir nach.
„Findest du nicht, heute ist ein wundervoller Tag?“ , fragte ich und drehte meinen Kopf zu ihm.
„ja, aber auch sehr verwirrend.“ Er schaute in den Himmel.
„Das kannst du laut sagen. Schlägt ganz schön auf den Magen.“ Während ich ihn beobachtete, passierte wirklich etwas in meiner Magengegend. Tausende Schmetterlinge schlüpften und flogen darin herum. Ich hatte immer gedacht, dass das nur so ein Sprichwort wäre, aber es stimmte wirklich. Es fühlte sich tatsächlich nach Schmetterlingen an. Wie konnte man schon nach wenigen Stunden ein so starkes Gefühl für jemanden empfinden? Plötzlich unterbrach Jared meine Gedanken.
„Joanna?“
„Mhm.“
Er rollte sich auf die Seite und stütze sich mit seinem Arm ab, damit er mich angucken konnte.
„Was wirst du jetzt tun?“ , fragte er und strich mir eine Strähne, die mir ins Gesicht gefallen war, hinter mein Ohr.
„Ich bleibe jetzt erst mal hier liegen.“ , antwortete ich und lächelte ihn an. Er lächelte zurück.
„ich meinte die Frage eigentlich in Bezug auf dein Berufsleben. Bewirbst du dich bei einem anderen Modemagazin oder machst du etwas anderes?“
„Ich weiß nicht. Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber ich würde spontan sagen, dass ich wieder als Journalistin arbeite. Zu etwas anderem bin ich, glaube ich, nicht zu gebrauchen.“ ich rollte mich ebenfalls auf die Seite, um ihm in die Augen sehen zu können.
„Hast du denn überhaupt mal über ein anderes Berufsgebiet nachgedacht?“
„natürlich, wer tut das nicht? Früher wollte ich immer Sängerin werden, aber das war halt nur so ein Traumberuf.“ , erwiderte ich.
„Ich habe mir meinen Traum erfüllt und ich bin sicher, du könntest es ebenso. Du musst es bloß versuchen. Versprichst du mir, dass du es wenigstens versuchst? Ich wette, du wärst eine ausgezeichnete Sängerin.“
ich guckte ihn fasziniert an. Bei welchem Mann fand man schon solchen Zuspruch und das obwohl er mich noch gar nicht hatte singen hören. Lange zeit lagen wir einfach nur so da und guckte uns in die Augen, bis er näher kam. Ich schloss meine Augen, aber statt seinen Lippen spürte ich etwas Nasses in mein Gesicht tropfen. Und es war nicht nur ein Tropfen. Ich riss meine Augen auf und sah, dass es wieder regnete. Schnell war Jared auf den Beinen und zog mich hoch. Wir packten unsere Taschen und liefen die Straße zum Hotel hoch. Auch wenn wir uns beeilten, wurden wir nasser, als wir es vorhin gewesen waren.
Der Page, der uns die Tür aufhielt, sah uns etwas merkwürdig an, so als merkte er gar nicht, dass es regnete. Wir gingen in Jareds Zimmer und er ließ sich sogleich aufs Bett fallen.
„Puh. Das ist aber auch echt Mistwetter.“ , sprudelte er los.
Ich zog die Tür hinter mir zu und stand nun, unschlüssig darüber, was ich tun sollte, im Raum. Anscheinend merkte Jared, wie verloren ich dastand, denn er klopfte neben sich aufs Bett.
„Komm her. Du brauchst keine Angst haben, ich beiße nicht.“ , spottete er und ich musste lachen. Ich legte mich zu ihm aufs Bett, allerdings mit gewissen Abstand.
„Man vergeht die Zeit schnell. Es ist schon 5 Uhr, kannst du dir das vorstellen?“ , sagte er mit einem Blick auf den Wecker auf dem Nachttisch.
„Ja, die Zeit hier vergeht wirklich schnell. Kaum dass du dich versiehst, fängt schon der neue Tag an.“
„Ich kann nicht glauben, dass wir über Zeit reden.“ , lachte Jared plötzlich. Ich stimmte ein.
„Ja, ziemlich langweilig.“
„Wollen wir vielleicht was Trinken gehen? Ich lade dich ein.“ , fragte er.
Ich wollte erst protestieren und sagen, dass ich das auch selber bezahlen könnte, ließ es dann aber sein und sagte zu.
Jared stand auf und wühlte wieder im Schrank rum.
„Wieso hast du deine Sachen in den Schrank geräumt, wenn du nur eine Nacht hier bleibst?“ , fragte ich ihn beiläufig.
„Mir war langweilig.“ , antwortete er, während er ein neues Hemd rausfischte.
Ich holte mein Kleid aus der Plastiktüte. Es war an einigen Stellen nach nass und außerdem total zerknittert.
„Hast du vielleicht noch ein Hemd für mich?“
„Ja, aber ich hab auch eine bessere Idee.“ Er griff zum Telefon, welches auch auf dem Nachttisch stand, und wählte eine Nummer. „Welche Größe hast du?“
Ich guckte ihn verärgert an. „So etwas fragt man eine Frau doch nicht!“ , warf ich ihm an den Kopf. Er guckt mich unbewegt an. „Okay 36.“ , gab ich schließlich nach.
„Danke.“ , sagte er und warf mir ein Luftküsschen zu.
Dann meldete sich eine Stimme am Telefon, die ich aber nicht verstand.
„Ja, hallo. Hier ist Zimmer 256. Können sie mir ein Kleid in Grüße 36 hochschicken?“
Die Stimme am anderen ende sagte aufgeregt etwas.
„Genau, das wäre perfekt.“ er schaute mich prüfend an. „Ja, ich denke, das ist völlig okay. Danke für ihre Hilfe.“ Er legte auf und grinste mich breit an.
„So einfach kann das sein. Das mir das nicht früher eingefallen ist.“ Er haute sich mit der Hand an den Kopf.
„Danke.“ , sagte ich.
„Ach, das ist doch kein Problem.“ , wehrte Jared ab.
„ich weiß, aber selbstverständlich ist es auch nicht.“ ich hatte das Gefühl, dass er ein wenig rot wurde, konnte es aber nicht genau bestimmten.
„macht es dir etwas aus, wenn ich schnell dusche? Ich fühle mich etwas unwohl.“ , fragte ich ihn.
„Nein, ist schon in Ordnung. Geh nur.“
Also ging ich ins Badezimmer. Ich schloss die Tür ab, obwohl ich mir sicher war, dass Jared nicht einfach so hereinplatzte, aber sicher war sicher. Die Dusche war angenehm warm auf meiner Haut und ich fühlte mich danach gleich besser. Ich schlüpfte wieder in die alten Sachen, sprühte mich aber mit Deo voll. Eine alte Angewohnheit von mir. Zum Glück trug ich immer in meiner Handtasche Make-Up, Parfum, Deo und natürlich Blasenpflaster bei mir. Ich schminkte mich also neu und sprühte mich noch ein wenig mit Parfum ein. Ich hoffte bloß, dass ich jetzt nicht allzu sehr stank.
Als ich aus dem Bad kam, hielt Jared eine große Tüte in der Hand. Er machte den Reißverschluss , der sich an der Tüte befand, auf und zum Vorschein kam ein schwarzes Cocktailkleid. Er drehte sich um und drückte es mir in die Hand.
„Hier, das gehört dir. Ich dusch auch eben schnell.“ , sagte er nur und verschwand im Bad.
Schnell zog ich mich wieder aus und schlüpfte in das Kleid. Es passte wie angegossen. Ich betrachtete mich im Spiegel und drehte mich um die eigene Achse. Das Kleid war wunderschön.
Ich musste nicht lange warten, Jared war wirklich schnell im Duschen und als er die Tür öffnete, schlug mir der Geruch seines Aftershaves entgegen. Ein sehr angenehmer Geruch. Er blieb in der Tür stehen und starrte mich ungläubig an.
„Was ist los?“ , fragte ich verwundert.
Es schien, als löste er sich bei meinen Worten wieder aus der Starre.
„nichts. Du bist bloß...du siehst wunderschön aus.“
Ehe ich etwas sagen konnte, merkte ich, wie ich knallrot anlief und wandte den Kopf ab.
„Danke.“ murmelte ich und sah ihn wieder an. Erst jetzt bemerkte ich, dass er sich ein schickeres Hemd angezogen und sich die langen braunen Haare, die ihm sonst ein wenig ins Gesicht fielen, zurück gestrichen hatte. Ich konnte nicht anders, als ihn irgendwie knuffig zu finden. „Du siehst aber auch nicht gerade schlecht aus.“ setzte ich hinter und wurde noch röter.
Jared lachte leise und kam auf mich zu. Er hielt mir seinen Arm hin. Schnell schlüpfte ich in meine High Heels, die ich ihm Badezimmer vergessen und vorhin wieder mit rausgenommen hatte.
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PostSubject: Re: Suddenly In Love   August 11th 2009, 20:46

Kapitel 6: Tiger Blood

Wir gingen nicht in ein Restaurant, sonder in einen Pub, die nicht nur in England so bekannt waren, und die man dort an fast jeder Ecke finden konnte. Ich fühlte mich ein wenig fehl am Platz, mit meinem Kleid, aber dank Jared's Nähe vergaß ich das Gefühl von Unwohlsein schnell wieder.
Wir fanden in dem vollen Pub namens Tiger Blood noch zwei frei Plätze an der Theke, ließen uns dort nieder und bestellten zwei Biere.
„Und, hast du sowas schon öfter gemacht?“ , fragte Jared, als er das große bis zum Rand mit Bier gefüllte Glas endlich in seinen Händen hielt.
„Meinst du, mit einem Wildfremden in einem Pub etwas trinken zu gehen oder ob ich überhaupt schon in einem Pub war?“ ich nahm einen großen Schluck und der bittere Geschmack des Getränkes breitete sich in meinem Mund aus.
„Hm, Beides schätze ich.“ , antwortete er.
„Zum Ersten Nein und zum Zweiten Ja, aber das war ein treffen mit meinen Kolleginnen, zählt das?“
„Natürlich tut es das.“ Er lächelte mich an und ich lächelte zurück. Ich sah, dass er sein Glas schon bis zur Hälfte geleert hatte, dabei hatte ich gar nicht gemerkt, dass er überhaupt einen Schluck genommen hatte.
„Weißt du was, ich finde es angenehm, sich mit jemanden zu unterhalten, ohne sich Gedanken über die Konsequenzen machen zu müssen.“ , sagte ich und trank noch etwas.
„Was für Konsequenzen sollte es da schon geben?“ Wieder sah Jared mich an, aber ich starrte nur in mein Glas.
„Naja, du weißt schon. Die Leute reden doch so viel. Gerade du als Star“ -ich betonte dieses Wort extra- “müsstest das wissen. Ihr werdet ja kaum in Ruhe gelassen. Hinter jeder Ecke wartet ein Paparazzi auf ein Foto von euch, damit er eine neue Affäre andichten kann. Bei mir ist es nicht anders, die Leute reden auch über Journalisten. Eigentlich zerreißen sie sich über jeden die Münder, sogar bevor sie überhaupt den Namen wissen.“ Ich guckte ihn an. „Ist doch so, oder nicht?“
„Ja, du hast Recht.“
Wir schwiegen eine Weile und ich hörte den anderen Menschen im Pub bei ihren Gesprächen zu. Das tat ich überall wo ich war. Oft redeten die Leute über ihre großen oder kleinen Probleme, wie der Lebenspartner, Ex-Freund oder Ex-Freundin, Geld oder der Job. Manche hatten aber auch Probleme, über die ich nur lachen konnte. Jemand hatte einen Pfund zugenommen und nun passten die Kleider nicht mehr, die Waschmaschine verschluckte die Socken oder es gab keine Fortsetzung des Lieblingsbuches (so etwas kann manchen Menschen wirklich schwer zusetzten). Nun hatte ich das größte Problem von allen: keinen Job mehr und dadurch kam auch kein neues Geld mehr rein. Über Geld hatte ich mir zwar noch keine Gedanken gemacht, aber das sollte ich so schnell wie möglich nachholen, schließlich wächst Geld nicht auf Bäumen im Garten.
Plötzlich riss Jared mich aus meinen Gedanken.
„Wie wärs, wenn wir einfach über was anderes nachdenken, anstatt uns solche Sorgen zu machen?“
Ich hatte ganz vergessen, worüber wir geredet hatten und im ersten Moment dachte ich, er könnte Gedanken lesen.
„Ein guter Vorschlag.“ , sagte ich.
„Möchtest du noch was?“ , fragte er und zeigte auf mein leeres Glas.
„Ja, aber bitte etwas anderes.“ Ich mochte Bier nicht besonders und davon wurde mir immer am meisten schlecht.
„bekommt dir wohl nicht so gut, oder?“ Er lachte und ich setzte einen beleidigten Blick auf.
„Wieso lachst du mich denn aus? Das find ich aber gar nicht nett.“ Ich versuchte den Blick zu halten, aber schon nach wenigen Sekunden fing ich an zu lachen. Jareds Lachen war einfach zu ansteckend.
Jared bestellte zwei Kurze und wir alberten die ganze Zeit herum. Durch Alkohol wurde ich generell immer witziger und dann lachte ich über alles.
Bei Jared kam nach einiger Zeit immer mehr der texanische Akzent raus, und manchmal nuschelte er so doll, dass ich ihn nicht verstand, aber das war egal. Wir hatten einfach Spaß und lachten.
Als Jared kurz auf dem Klo verschwand, fragte mich dir Barfrau, ob er mein Freund wäre. Ich habe bis heute keine Ahnung, warum sie das gefragt hat.
„Nein, ich habe ihn heute erst kennengelernt.“ , sagte ich mit meiner Plauderstimme.
Die schlanke Frau strich sich ihre strohblonden Haare hinter die Ohren und lächelte irritiert.
„Es sieht so aus, als würdet ihr euch schon ewig kennen.“ , erwiderte sie nur und schenkte einem anderen Gast etwas ein und dann, auf meine Bitte hin, mir. Ich hatte keine Ahnung, wie viel Tequila und Whiskey ich schon runtergekippt hatte, aber noch fühlte ich mich gut, was sich bestimmt morgen ändern würde.
„Ich mag ihn wirklich gerne.“ Ich lächelte die Barfrau an. „Es ist komisch. Ich kenne ihn erst einen Tag und schon find ich ihn einfach super.“ , laberte ich gedankenverloren vor mich hin. Was man jemanden so erzählte, wenn man betrunken war.
„Tja, so ist das mit den Männer, aber pass bloß auf. Du kennst ihn nicht lange und dass du jetzt so viel Alkohol intus hast hast, wird er sicher ausnutzen.“
Ich starrte sie ungläubig an. Sie sagte mir gerade heraus, was sie über uns dachte. Uns. Was für ein schönes Wort.
„Ich denke nicht, aber danke für deinen Rat. Ich bin übrigens Joanna.“
„Ich heiße Amy, nett dich kennen zulernen Joanna.“ Sie machte eine kurze Pause, so als wüsste sie nicht, wie sie ihre nächsten Worte ausdrücken sollte. „Hm, dein Begleiter kommt mir irgendwie bekannt vor.“ , murmelte sie.
Ich merkte, dass ich immer noch mein Glas in der Hand hatte und trank es in einem Schluck aus.
„Ja, kann sein. Er ist ein Promi.“ Amy kippte mir noch etwas in mein Glas, als mich plötzlich jemand von hinten umarmte und ich vor Schreck fast vom Stuhl fiel.
„Redet ihr etwa über mich?“ , hauchte Jared in mein Haar.
„Zufälligerweise ja, stell dir vor.“
„Sei doch nicht so abweisend.“ , sagte er nun etwas lauter und rückte mir einen Kuss auf die Wange, dann setzte er sich wieder.
„Darf ich deinen Namen auch erfahren?“ , fragte Amy Jared und guckte ihn dabei an, damit er auch ja merkte, dass er gemeint war.
„Klar, ich, ähm, bin Jared.“ Er warf mir einen kurzen Blick zu, und ich konnte nicht anders, als zu kichern.
„Was machst du denn beruflich, Jared?“ Amy schüttete auch ihm noch etwas ein.
„Ich bin Schauspieler.“
Ich staunte, das wusste ich noch gar nicht, aber ich hatte ja auch nicht danach gefragt. Wieso nicht?
„Hm, lass mich kurz überlegen. Hast du vielleicht in 'Der Flug des Phoenix' mitgespielt?“ , fragte sie und grinste. Sie dachte wohl, ich sah es nicht, weil sie sich umdrehte, aber ich sah es und wusste, dass sie nicht fragen musste, um zu wissen, dass Jared Teil dieses Films gewesen war.
„Jap, hab ich.“ , antwortete er nur knapp. Er lächelte mich an und mir schlug das Herz bis zum Hals. Wieso hatte er nur so ein umwerfendes Lächeln? Ich durfte auf keinen Fall vergessen, ihn das irgendwann mal zu fragen.
„Ich fands schade, dass dein Charakter gestorben ist. Du hast die Rolle gut gespielt.“ Sie lächelte ihn an und für einen Moment hatte ich das Gefühl, sie flirtete mit ihm, bis ich ihren Ehering sah.
Jared lächelte zurück. Schnell ergriff ich das Wort, bevor er es tun konnte.
„Ist es eine glückliche Ehe?“ , fragte ich und deutete auf den Ring.
„Ja.“ , antwortete sie und lächelte. Sie lächelte diesmal nicht Jared an, sondern mich und eigentlich galt dieses Lächeln auch nicht mir. Sie war wirklich glücklich.
Unwillkürlich schaute ich Jared an, der gerade an seinem Glas herum fummelte, und fragte mich, ob ich mit ihm auch so glücklich werden könnte.
„Hoffentlich hält es noch lange.“ , sagte ich zu Amy und meinte es auch so. Ich war mir sicher, dass sie sich das Glück verdient hatte.
„Das hoffe ich auch.“ Sie schüttet Jared und mir nach.
„Erzähl mir bitte was von ihm.“ , bat ich sie und sie willigte ein. Sie erzählte so ziemlich alles, was sie von ihm wusste, jedenfalls kam es mir so vor. Jared sah sichtlich gelangweilt dabei aus, also schlossen wir ihn in das Gespräch ein und bald hatte ich so viel getrunken, dass zwar noch gut sitzen konnte, mir aber leicht schwindelig war. Wir beschlossen dann auch, endlich zu gehen, es war schließlich schon nach 12 Uhr. Wir verabschiedeten uns von Amy und machten uns auf den Weg zum Hotel, wobei Jared mich stützen musste. Zum Glück war das Hotel nicht so weit entfernt, die Situation war mir schon peinlich genug.
Der Page, der immer noch an der Tür stand, guckte uns noch blöder an. Wahrscheinlich kannte er keinen regen und wusste nicht, dass man davon nass wurde, genauso wenig wie er wusste, dass man von Alkohol nun mal betrunken wurde.
In Jareds Zimmer angekommen, setzte er mich erstmal aufs Bett. Alles drehte sich ein wenig. Er zog mir die High Heels aus und legte mich hin. Anscheinend machte ihm der Alkohol nicht so viel aus, oder er hatte einfach weniger getrunken. Er nahm sich die zweite Decke, denn auf der anderen lag ich, und legte sie auf den Boden. Als er sich das Kopfkissen griff, hielt ich seine Hand fest. Ich war noch so klar im Kopf, dass ich merkte, dass er auf dem Boden schlafen wollte.
„Du kannst ruhig im Bett schlafen. Mit macht das nichts aus. Der Boden ist doch viel zu hart. Ich will nicht, dass du meinetwegen nicht hier schlafen kannst. „ , sagte ich so klar wie möglich und klopfte auf die Betthälfte neben mir.
Er sah mich kurz an, sagte aber nichts. Er hob die Bettdecke auf und legte sie zurück aufs Bett. Schnell zog er sich die Schuhe aus und ließ sich auf die weiche Matraze fallen.
„Ich schätze, wir werden morgen einen ganz schönen Kater haben.“
„Hast du Aspirin?“ , fragte ich und setzte mich auf. Das Zimmer drehte sich immer noch, aber das musste ich jetzt aushalten. Ich wollte mich nicht noch peinlicher darstellen.
„Klar.“ Er stand auf und ging ins Bad. Währenddessen schwankte ich zum Schrank und nah zwei Gläser daraus. Dann trottete ich ins Bad und stieß fast mit Jared zusammen. Ich spürte seine warme Hand an meiner, als er versuchte, die Gläser festzuhalten, aber sie lagen fest in meiner Hand. Er ließ mich vorbei und ich füllte beide mit Wasser. Er tat die Tabletten hinein und als sie aufgelöst waren, tranken wir. Ich stellte das Glas auf die Ablage und seufzte. Was machte ich überhaupt hier?
„Was ist los?“ , fragte Jared besorgt. Er trat einen Schritt näher und legte seine Hand auf meinen Oberarm. Er was so verdammt warm!
„Ich weiß nicht, ob das richtig ist.“ , gab ich zu und schaute ihm in die Augen.
„Ich weiß es auch nicht, aber was soll daran falsch sein?“
Gute Frage. Eigentlich alles, aber auch nichts. Es war falsch, dass ich bei einem wildfremden Mann um 1 Uhr Nachts im Badezimmer stand, aber wo hätte ich auch sonst hingehen sollen? Zu Julius auf jeden Fall nicht. Ich war immer noch stinksauer auf ihn. Und Laura wohnte sogar noch weiter entfernt als ich.
Ich ging an ihm vorbei und ließ mich aufs Bett fallen. Er tat es mir gleich.
„Als ich heute morgen aufgestanden bin, hätte ich niemals geglaubt, dass ich so jemanden wie dich finde.“ , sagte Jared ernst.
„Jemanden wie mich?“
„ja, du bist wirklich ein Mensch, der Lust am Leben hat und sich keinen Spaß entgehen lässt. Und du bist dabei auch noch so offen, dass es einen regelrecht umhaut. Außerdem hast du das schönste Lächeln, dass ich je bei einer Frau gesehen habe.“
Ich drehte mich zu ihm um und in seinen Augen sah ich, dass er es wirklich ernst meinte. Ich lächelte und er lächelte zurück. Das Lächeln spiegelte sich auch in seinen wunderschönen grünen Augen wieder.
Er legte mir eine Hand an die Wange und ich schmiegte mich daran. Er kam näher und endlich spürte ich seine Lippen wieder auf meinen. Der Kuss war stürmischer und diesmal ging er mehr von ihm aus. Ich löste mich von ihm, aber meine Küsse wanderten von seinem Gesichten seinen Hals hinunter. Ich knöpfte langsam sein Hemd auf. Der Alkohol war vergessen und auch alles um uns herum. Jetzt hab es nur noch uns beide...
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PostSubject: Re: Suddenly In Love   August 13th 2009, 10:12

Sooo ich hab mir mal deine FF durchgelesen hihi..

Also sie ist von der storyline echt niedlich... das macht lust auf mehr und bis auf ein paar kleine rechtschreibefehler bzw tippfehler, war sie sehr gut geschrieben...

Danke fürs on stellen Wink

lg JaneDoe

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